Ein Glas Meersalz, ein Tütchen Natron, vielleicht noch etwas Bittersalz und ein paar getrocknete Blüten und schon sieht der Tisch in der Hexenküche verdächtig nach einem neuen DIY-Projekt aus. Tatsächlich gehören Salze zu den einfachsten Zutaten, mit denen du selbst gemachte Kosmetik herstellen kannst.
Doch Salz ist nicht gleich Salz.
Meersalz, Totes-Meer-Salz, Bittersalz und Natron unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. Und das rosafarbene Himalayasalz sieht zwar hübsch im Glas aus, ist aber nicht automatisch besser für deine Haut als gewöhnliches Salz.
Wenn du Salze für DIY-Kosmetik verwenden möchtest, lohnt sich deshalb ein Blick auf ihre Zusammensetzung und Eigenschaften. Denn manche eignen sich wunderbar für Badesalz und Fußbäder, andere eher für Peelings oder Badebomben. Und einige vermeintliche Wunderwirkungen darfst du getrost im Märchenbuch der Kräuterhexe lassen.
Warum werden Salze in DIY-Kosmetik verwendet?
Salze begegnen uns in Kosmetik häufiger, als du vielleicht denkst. Sie können unter anderem Bestandteil von Badesalzen, Peelings, Fußbädern, Badebomben und verschiedenen Reinigungsprodukten sein.
Für deine DIY-Kosmetik sind sie vor allem interessant, weil sie günstig, lange haltbar und einfach zu verarbeiten sind.
Je nach Salz unterscheiden sich allerdings die Eigenschaften.
Klassisches Koch- oder Meersalz besteht überwiegend aus Natriumchlorid. Bittersalz besteht dagegen aus Magnesiumsulfat. Und Natron ist chemisch gesehen Natriumhydrogencarbonat.
Deshalb kannst du die verschiedenen weißen Kristalle nicht einfach beliebig gegeneinander austauschen.
Welches Salz eignet sich für DIY-Kosmetik?
Wenn du ein Badesalz herstellen möchtest, kannst du beispielsweise Meersalz, Totes-Meer-Salz oder Bittersalz verwenden. Für ein Körperpeeling kommt fein gemahlenes Salz infrage. Natron wiederum ist besonders interessant für Badebomben, Fußbäder und bestimmte Badezusätze.
Welches Salz am besten geeignet ist, hängt also weniger von der Frage „Welches Salz ist das beste?“ als von deinem Rezept ab.
Diese Übersicht hilft dir bei der Auswahl:
| Salz | Geeignet für | Vorteile | Nachteile/Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Meersalz | Badesalz, Peeling, Fußbad | günstig, gut erhältlich, verschiedene Körnungen | kann auf gereizter oder verletzter Haut brennen |
| Totes-Meer-Salz | Badesalz, Fußbad | enthält verschiedene Mineralsalze | teurer als normales Meersalz |
| Steinsalz | Badesalz, Peeling | gut lagerfähig, verschiedene Körnungen | Zusammensetzung abhängig von Herkunft |
| Himalayasalz | Badesalz, dekorative Mischungen | attraktive rosa Farbe | kosmetisch nicht automatisch wertvoller |
| Kochsalz | einfache Bäder und Peelings | sehr günstig, leicht erhältlich | wenig dekorativ, oft sehr feinkörnig |
| Bittersalz/Epsom Salt | Badesalz, Fußbad | gut wasserlöslich, kein Natriumchlorid | viele beworbene „Magnesiumwirkungen“ über die Haut sind nicht ausreichend belegt |
| Natron | Badebomben, Badezusätze, Fußbad | günstig, vielseitig, reagiert mit Säuren | alkalisch; häufige oder konzentrierte Anwendung kann die Haut belasten |
| grobes Salz | Körperpeelings | starker mechanischer Peelingeffekt | kann für die Haut zu aggressiv sein |
| feines Salz | sanftere Körperpeelings | besser dosierbarer Peelingeffekt | kann auf geschädigter Haut ebenfalls brennen |
Meersalz – der Klassiker für selbst gemachte Kosmetik
Wenn irgendwo ein hübsches Glas DIY-Badesalz steht, steckt darin sehr häufig Meersalz.
Meersalz wird durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen und besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid. Je nach Herkunft und Verarbeitung können weitere Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente enthalten sein.
Für deine DIY-Kosmetik bekommst du Meersalz in verschiedenen Körnungen.
Grobes Meersalz sieht in einem dekorativen Badesalz besonders schön aus. Für ein Körperpeeling solltest du dagegen eher eine feinere Körnung wählen.
Denn beim Peeling gilt nicht:
Je gröber, desto besser.
Große, harte Salzkristalle können bei kräftigem Reiben die Haut unnötig mechanisch reizen.
Wofür kannst du Meersalz verwenden?
Besonders einfach lässt sich daraus Badesalz herstellen. Du kannst Meersalz beispielsweise mit getrockneten Kräutern oder Blüten kombinieren.
Auch für Fußbäder eignet es sich.
Bei Peelings solltest du vorsichtiger sein. Verwende feines Salz, übe kaum Druck aus und verzichte darauf, wenn deine Haut gereizt oder verletzt ist.
Nach der Rasur ist ein Salzpeeling ebenfalls keine besonders angenehme Idee. Schon winzige Verletzungen können dafür sorgen, dass das Salz ordentlich brennt.
Totes-Meer-Salz – mehr als gewöhnliches Meersalz?
Totes-Meer-Salz unterscheidet sich in seiner Mineralstoffzusammensetzung deutlich von gewöhnlichem Meersalz. Neben verschiedenen Chloriden enthält es insbesondere Magnesiumsalze.
Produkte mit Salz aus dem Toten Meer werden häufig bei problematischer Haut beworben. Tatsächlich gibt es medizinische Anwendungen im Zusammenhang mit Aufenthalten und Bädern am Toten Meer.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Glas Badesalz zu Hause automatisch die gleichen Effekte besitzt.
Für deine DIY-Kosmetik kannst du Totes-Meer-Salz vor allem für Bade- und Fußbademischungen verwenden.
Es ist allerdings deutlich teurer als einfaches Meersalz.
Wenn du lediglich ein duftendes Kräuterbadesalz herstellen möchtest, musst du deshalb nicht zwangsläufig zum kostspieligeren Salz greifen.
Steinsalz – Salz aus längst verschwundenen Meeren
Steinsalz wird nicht aus dem heutigen Meer gewonnen, sondern aus unterirdischen Salzlagerstätten.
Diese entstanden häufig aus ehemaligen Meeren, deren Wasser vor Millionen von Jahren verdunstete.
Kosmetisch kannst du Steinsalz ähnlich wie Meersalz verwenden.
Es eignet sich beispielsweise für Badesalze und – entsprechend fein gemahlen – für Körperpeelings.
Die genaue Mineralstoffzusammensetzung hängt von der jeweiligen Lagerstätte ab.
Himalayasalz – das hübsche rosa Salz
Kaum ein Salz hat eine bessere Marketinggeschichte als Himalayasalz.
Die rosafarbenen Kristalle sehen wunderschön aus und passen natürlich hervorragend in ein Glas mit Rosenblüten und Lavendel.
Die typische Farbe entsteht durch mineralische Verunreinigungen beziehungsweise Spurenelemente, insbesondere Eisenverbindungen.
Was du daraus jedoch nicht ableiten solltest:
Himalayasalz ist nicht automatisch gesünder oder besser für deine Haut als anderes Salz.
Für DIY-Badesalz hat es trotzdem einen Vorteil, den keine wissenschaftliche Studie wegdiskutieren muss: Es sieht einfach hübsch aus.
Gerade wenn du selbst gemachte Kosmetik verschenken möchtest, kannst du rosa Salz wunderbar mit getrockneten Rosenblättern kombinieren.
Für den kosmetischen Nutzen musst du allerdings nicht extra Himalayasalz kaufen.
Kochsalz – darf das Salz aus der Küche ins Badezimmer?
Warum eigentlich nicht?
Gewöhnliches Speisesalz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid – genau wie Meersalz.
Je nach Produkt können allerdings beispielsweise Jod, Fluorid oder Rieselhilfen zugesetzt sein.
Wenn du ein einfaches Salzbad ausprobieren möchtest, brauchst du deshalb nicht zwangsläufig ein teures Kosmetiksalz.
Für hübsche DIY-Geschenke hat grobes Meersalz natürlich mehr Charme als die angebrochene Packung Jodsalz aus dem Küchenschrank.
Kosmetisch entscheidet jedoch nicht die schöne Verpackung darüber, ob ein Salz funktioniert.
Bittersalz oder Epsom Salt – was ist das eigentlich?
Jetzt kommt ein Salz in unsere Hexenküche, das mit klassischem Kochsalz chemisch wenig gemeinsam hat.
Bittersalz, Epsom Salt beziehungsweise Epsomsalz ist Magnesiumsulfat.
Genauer gesagt wird als Epsom Salt häufig Magnesiumsulfat-Heptahydrat bezeichnet.
Seinen englischen Namen verdankt das Salz dem englischen Ort Epsom, dessen mineralhaltiges Wasser schon vor Jahrhunderten bekannt wurde.
Bittersalz löst sich gut in Wasser und wird heute häufig für Bäder und Fußbäder verwendet.
Wofür kannst du Epsom Salt in DIY-Kosmetik verwenden?
Die einfachste Verwendung ist ein Badesalz.
Du kannst Bittersalz pur verwenden oder beispielsweise mit Meersalz kombinieren.
Auch Fußbäder lassen sich damit herstellen.
Sehr häufig liest du allerdings, dass ein Epsom-Salz-Bad große Mengen Magnesium über die Haut liefert, einen Magnesiummangel ausgleicht oder den Körper „entgiftet“.
Hier wird es in der Hexenküche etwas zu märchenhaft.
Für eine relevante Magnesiumaufnahme über die gesunde Haut gibt es keine überzeugende wissenschaftliche Grundlage, auf der solche weitreichenden Versprechen beruhen könnten.
Ein warmes Bad mit Bittersalz kann natürlich trotzdem wunderbar sein. Wärme, Ruhe und eine halbe Stunde ohne Smartphone dürfen schließlich auch entspannend wirken, ohne dass dabei irgendwelche geheimnisvollen Giftstoffe aus deinem Körper gezogen werden müssen.
Ist Epsom Salt dasselbe wie Badesalz?
Nicht unbedingt.
„Badesalz“ beschreibt zunächst ein Produkt beziehungsweise eine Anwendung. Es kann aus Meersalz, Natriumchlorid, Magnesiumsulfat oder Mischungen verschiedener Salze bestehen.
Epsom Salt bezeichnet dagegen einen bestimmten Stoff: Magnesiumsulfat.
Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.
Natron – das Multitalent der Hexenküche
Natron gehört unbedingt in diesen Ratgeber, obwohl es sich deutlich von klassischem Kochsalz unterscheidet.
Chemisch heißt Natron Natriumhydrogencarbonat beziehungsweise Sodium Bicarbonate.
Du kennst es vielleicht auch aus der Küche.
In DIY-Kosmetik ist Natron besonders beliebt für:
- Badebomben
- Fußbäder
- Badezusätze
- bestimmte Deodorant-Rezepturen
In Badebomben ist Natron zusammen mit Zitronensäure für das schöne Sprudeln verantwortlich.
Sobald Wasser hinzukommt, reagieren Natriumhydrogencarbonat und Säure miteinander. Dabei entsteht unter anderem Kohlendioxid und deine Badebombe beginnt zu blubbern.
Ist Natron gut für die Haut?
Hier solltest du etwas vorsichtiger sein.
Natron ist alkalisch. Gesunde Haut besitzt dagegen eine leicht saure Oberfläche.
Der pH-Wert spielt für die Funktion der Hautbarriere eine wichtige Rolle. Untersuchungen zeigen, dass eine längerfristige Einwirkung alkalischer Hautpflege die Barrierefunktion beeinträchtigen kann.
Das bedeutet nicht, dass du deine Badebomben sofort aus dem Badezimmer verbannen musst.
Es bedeutet vielmehr:
Natron ist ein funktioneller kosmetischer Rohstoff und kein universelles Hautpflegemittel.
In kosmetischen Produkten wird Natriumhydrogencarbonat unter anderem für Bade-, Haut- und Haarprodukte verwendet und gilt bei entsprechender Formulierung und Verwendung als sicher.
Das ist allerdings etwas anderes als die Behauptung, dass tägliches Einreiben mit purem Natron besonders hautfreundlich sei.
Natron als Gesichtspeeling?
Davon würde ich eher abraten.
Die Kombination aus mechanischer Reibung und alkalischem pH-Wert ist gerade für empfindliche Gesichtshaut unnötig.
Es gibt wesentlich sanftere Möglichkeiten, abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen.
Natron als Deo?
DIY-Deos mit Natron sind sehr beliebt.
Bei manchen Menschen funktionieren sie problemlos, andere reagieren mit Rötung, Brennen oder gereizter Haut.
Die Achselhaut kann durch Rasieren ohnehin empfindlich sein. Kommt darauf eine alkalische Natronmischung, kann das unangenehm werden.
Wenn deine Haut auf ein Natron-Deo reagiert, ist „Da muss sich die Haut erst dran gewöhnen“ kein besonders guter Rat.
Dann solltest du die Anwendung beenden.
Grobes oder feines Salz für ein Körperpeeling?
Bei einem Salzpeeling übernimmt das Salz vor allem eine mechanische Aufgabe. Die Kristalle lösen durch Reibung oberflächliche Hautschüppchen.
Deshalb ist die Körnung wichtig.
Für ein Körperpeeling würde ich eher feines bis mittelfeines Salz verwenden.
Sehr grobe Kristalle sehen zwar rustikal aus, können beim Reiben aber unangenehm sein.
Im Gesicht hat grobes Salz überhaupt nichts verloren.
Wenn du empfindliche Haut hast, würde ich auf Salzpeelings eher verzichten oder besonders vorsichtig testen.
Und natürlich gilt:
Nicht auf Wunden, entzündeten Hautstellen oder frisch rasierter Haut verwenden.
Meersalz oder Zucker – was eignet sich besser für Peelings?
Beides funktioniert als mechanisches Peeling, fühlt sich auf der Haut aber unterschiedlich an.
Salz kann auf kleinen Hautverletzungen stark brennen. Zucker ist häufig etwas angenehmer und löst sich ebenfalls mit Wasser auf.
Für ein kräftigeres Körperpeeling kann Salz interessant sein. Bei empfindlicher Haut würde ich eher zu einem sanfteren Peeling greifen.
Und nein: Deine Haut muss nach einem Peeling nicht rot leuchten, damit es „gewirkt“ hat.
Sanft reicht völlig.
Kann Salz die Haut austrocknen?
Hier kommt es stark auf Konzentration, Anwendung, Hautzustand und verwendetes Produkt an.
Ein gelegentliches Salzbad ist etwas anderes als konzentriertes Salz, das lange auf der Haut verbleibt.
Menschen mit sehr trockener oder empfindlicher Haut sollten beobachten, wie ihre Haut auf Salzbäder reagiert.
Nach dem Baden kannst du eine passende Körperpflege verwenden.
Und wenn deine Haut spannt, juckt oder brennt, ist das kein Zeichen dafür, dass das Salz besonders gründlich „entgiftet“.
Es ist vielmehr ein guter Grund, die Anwendung zu verändern oder zu beenden.
Kann man verschiedene Salze miteinander mischen?
Natürlich.
Und gerade hier kannst du in deiner Hexenküche experimentieren.
Für ein einfaches Badesalz kannst du beispielsweise Meersalz und Bittersalz kombinieren.
Auch verschiedene Körnungen können interessant aussehen.
Eine Mischung könnte beispielsweise bestehen aus:
2 Teilen Meersalz + 1 Teil Bittersalz
Dazu kannst du – je nach gewünschtem Produkt – getrocknete Blüten oder Kräuter geben.
Bei ätherischen Ölen ist dagegen mehr Fachwissen gefragt. Ätherische Öle lösen sich nicht einfach in Wasser, nur weil du sie vorher auf Salz tropfst. Sie können beim Baden konzentriert mit der Haut in Kontakt kommen.
Wenn du ätherische Öle in Badeprodukten verwenden möchtest, benötigst du deshalb eine geeignete Formulierung beziehungsweise einen dafür vorgesehenen Lösungsvermittler.
Welche Kräuter passen zu selbst gemachtem Badesalz?
Jetzt darf die Kräuterhexe wieder richtig in die Vorratskammer greifen.
Optisch wunderschön sind beispielsweise getrocknete:
Lavendelblüten, Rosenblätter, Ringelblumenblüten oder Kamillenblüten.
Dabei solltest du allerdings bedenken, dass die Blüten später in deiner Badewanne schwimmen.
Das sieht auf einem Foto zauberhaft aus.
Beim anschließenden Reinigen des Abflusses lässt der Zauber manchmal ein wenig nach.
Praktisch sind deshalb kleine wiederverwendbare Baumwoll- oder Teebeutel, in die du dein Kräuterbadesalz füllst.
So gelangen die löslichen Bestandteile ins Badewasser, während die Pflanzenteile im Beutel bleiben.
Kann ich Salz mit Pflanzenölen kombinieren?
Ja, und daraus lässt sich beispielsweise ein einfaches Körperpeeling herstellen.
Salz übernimmt den mechanischen Peelingeffekt, während das Pflanzenöl das Hautgefühl verändert.
Geeignet sind beispielsweise Mandel-, Jojoba- oder Aprikosenkernöl.
Beachte aber, dass Öl die Badewanne oder Dusche extrem rutschig machen kann.
Außerdem solltest du bei selbst gemachten Mischungen darauf achten, möglichst kein Wasser in den Vorratsbehälter einzutragen.
Eine rein trockene oder wasserfreie Mischung ist mikrobiologisch etwas vollkommen anderes als ein Produkt, in das immer wieder nasse Finger greifen.
Wie solltest du Salze für DIY-Kosmetik lagern?
Salze selbst sind ausgesprochen unkomplizierte Rohstoffe.
Ihr größter Feind in deiner Hexenküche ist Feuchtigkeit.
Lagere sie deshalb trocken und gut verschlossen.
Wenn du getrocknete Kräuter oder Blüten hinzufügst, müssen diese wirklich trocken sein. Frische Kräuter haben in einem Badesalz für die Vorratshaltung nichts verloren.
Beschrifte deine Mischungen außerdem mit Inhalt und Herstellungsdatum.
Das ist besonders praktisch, wenn du verschiedene Salzmischungen gleichzeitig herstellst.
Welche Salze brauchst du wirklich für deine DIY-Kosmetik?
Du musst auch hier kein komplettes Rohstofflager anlegen.
Wenn du gern Badesalz selber machst, würde ich mit einem guten Meersalz beginnen.
Dazu kommt Bittersalz, wenn du verschiedene Bade- und Fußbadmischungen ausprobieren möchtest.
Und Natron gehört in den Schrank, wenn du Badebomben herstellen willst.
Damit kannst du bereits sehr viel ausprobieren.
Himalayasalz ist hübsch, Totes-Meer-Salz interessant und verschiedene Steinsalze sorgen für Abwechslung – zwingend notwendig sind sie aber nicht.
Die kleine Hexenküche darf schließlich kreativ sein, ohne dass jedes Regal bis zum Bersten gefüllt sein muss.
Typische Fehler bei Salzen in DIY-Kosmetik
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, natürliche Zutaten könnten grundsätzlich nicht reizen. Das stimmt weder bei Pflanzen noch bei Salzen.
Auch zu grobe Peelingkristalle sind keine gute Idee.
Besonders skeptisch solltest du außerdem bei großen Gesundheitsversprechen werden.
Ein Bittersalzbad „entgiftet“ nicht nachweislich deinen Körper. Himalayasalz versorgt deine Haut nicht automatisch mit einer geheimnisvollen Mischung lebenswichtiger Mineralstoffe. Und Natron ist nicht deshalb besonders hautfreundlich, weil es schon deine Großmutter im Küchenschrank hatte.
Natürliche Kosmetik wird nicht schlechter, wenn wir ein bisschen Magie aus den Werbeversprechen herausnehmen.
Eigentlich wird sie dadurch erst richtig interessant.
FAQ: Salze für DIY-Kosmetik
Welches Salz eignet sich am besten für Badesalz?
Meersalz ist ein günstiger und vielseitiger Ausgangspunkt. Du kannst außerdem Totes-Meer-Salz, Steinsalz oder Bittersalz verwenden und verschiedene Salze miteinander kombinieren.
Was ist Epsom Salt?
Epsom Salt beziehungsweise Bittersalz ist Magnesiumsulfat. Das häufig verwendete Epsom Salt ist Magnesiumsulfat-Heptahydrat. Es unterscheidet sich chemisch von gewöhnlichem Koch- oder Meersalz.
Ist Bittersalz dasselbe wie Meersalz?
Nein. Meersalz besteht überwiegend aus Natriumchlorid. Bittersalz besteht aus Magnesiumsulfat.
Nimmt der Körper Magnesium aus Epsom Salt über die Haut auf?
Für eine relevante Magnesiumversorgung des Körpers durch ein Bittersalzbad gibt es keine überzeugende wissenschaftliche Grundlage. Deshalb solltest du Epsom-Salz-Bäder nicht zur Behandlung eines Magnesiummangels verwenden.
Kann ich Natron für DIY-Kosmetik verwenden?
Ja. Natron beziehungsweise Natriumhydrogencarbonat eignet sich beispielsweise für Badebomben und verschiedene Badeprodukte. Da Natron alkalisch ist, solltest du es jedoch nicht automatisch als besonders hautfreundliches Pflegemittel betrachten.
Kann ich Natron als Gesichtspeeling verwenden?
Davon würde ich eher abraten. Natron ist alkalisch und ein mechanisches Peeling kann empfindliche Gesichtshaut zusätzlich reizen.
Kann ich normales Kochsalz für Kosmetik verwenden?
Für einfache Anwendungen grundsätzlich ja. Koch-, Meer- und Steinsalz bestehen hauptsächlich aus Natriumchlorid. Bei Speisesalz können allerdings beispielsweise Jod, Fluorid oder Rieselhilfen zugesetzt sein.
Ist Himalayasalz besser für die Haut?
Dafür gibt es keinen guten Grund. Die rosa Farbe macht Himalayasalz attraktiv für dekorative DIY-Produkte, bedeutet aber nicht automatisch einen besonderen kosmetischen Vorteil.
Welches Salz eignet sich für ein Körperpeeling?
Feines Meersalz oder fein gemahlenes Steinsalz können verwendet werden. Sehr grobe Salzkristalle solltest du vermeiden, da die mechanische Reibung die Haut unnötig reizen kann.
Kann ich Salz und Natron mischen?
Ja. Je nach Rezept können Meersalz, Bittersalz und Natron miteinander kombiniert werden. Wichtig ist jedoch, dass du die Funktion der einzelnen Zutaten kennst und nicht davon ausgehst, dass alle Salze beliebig austauschbar sind.
Ein bisschen Salz gehört in jede Hexenküche
Meersalz für das klassische Badesalz, Bittersalz für abwechslungsreiche Bade- und Fußbadmischungen und Natron für sprudelnde Badebomben – schon mit diesen drei Zutaten kannst du eine ganze Reihe einfacher DIY-Kosmetik herstellen.
Du brauchst dafür weder exotische Kristalle noch ein Salz, das angeblich bei Vollmond aus einem geheimnisvollen Bergsee geschöpft wurde.
Viel spannender ist es, zu wissen, was tatsächlich in deinem Glas steckt und warum du es verwendest.
Und genau darin liegt schließlich die eigentliche Magie der Kräuterhexenküche: alte Zutaten entdecken, Neues ausprobieren und trotzdem nicht jedes Märchen glauben, das über sie erzählt wird.