DIY Badezusatz

DIY Badezusatz selber machen: 15 Rezepte aus der Hexenküche

Ein warmes Bad, nicht nur in der kalten Jahreszeit, ist ein bisschen Wellness im eigenen Heim. Wenn das Wetter draußen nass und kalt ist, liebe ich es, mit einem Buch in der Badewanne zu liegen und zu schmökern. Das gut temperierte Wasser wärmt durch und der Duft von Kräutern und Blumen verführt die Sinne.

Für dieses Wellness-Erlebnis musst du nicht unbedingt zu fertigen Badezusätzen greifen. Vieles kannst du mit wenigen Zutaten selbst herstellen. Meersalz, Haferflocken, Pflanzenöle, Milchpulver, getrocknete Blüten und Kräuter ergeben erstaunlich vielseitige Badezusätze.

Das Schöne daran: Du entscheidest selbst, was hineinkommt. Möchtest du es schlicht und ohne Duft? Dann sind einfache Badesalze mit Milchpulver oder Salz das Beste. Du liebst den Duft von Lavendel oder Salbei? Dann darf es ruhig etwas mehr Kräuterhexenküche sein. Und wenn du gern kleine Geschenke selber machst, lassen sich einige der Mischungen hübsch in Gläser füllen.

Hier findest du 15 Rezepte für selbst gemachte Badezusätze – vom einfachen Badesalz über Kräuter- und Milchbäder bis zu Badebomben.

Badezusatz selber machen – was kann eigentlich in die Badewanne?

Bei einem DIY-Badezusatz denken viele zuerst an DIY Badesalz. Dabei ist das nur eine Möglichkeit für einen Badezusatz, der entspannend ist.

Du kannst zum Beispiel Badesalz aus Meersalz herstellen, getrocknete Kräuter in einem Badesäckchen ziehen lassen, ein Milchbad mischen oder ein Badeöl herstellen. Etwas aufwendiger sind Badebomben beziehungsweise Badekugeln, die durch die Kombination aus Natron und Zitronensäure im Wasser sprudeln.

Welche Variante am besten zu dir passt, hängt vor allem davon ab, was du von deinem Bad erwartest. Manchmal reicht bereits eine Handvoll duftender Kräuter. An anderen Tagen darf es ein richtiges Hexenbad mit Rosenblüten, Lavendel und einem pflegenden Pflanzenöl sein.

Allerdings gilt auch in der heimischen Kräuterküche: Natürlich bedeutet nicht automatisch hautverträglich. Besonders bei ätherischen Ölen solltest du zurückhaltend sein.

Welche Zutaten eignen sich für selbst gemachte Badezusätze?

Für viele Rezepte brauchst du erstaunlich wenig. Einige Zutaten hast du möglicherweise bereits im Küchenschrank.

Salz als Grundlage für dein Badesalz

Für selbst gemachtes Badesalz kannst du beispielsweise Meersalz verwenden. Grobes Salz sieht in einem dekorativen Glas besonders schick aus, feineres Salz löst sich dagegen schneller im Badewasser auf.

Auch Bittersalz, das als Epsomsalz bekannt ist, wird für Badezusätze angeboten. Es besteht hauptsächlich aus Magnesiumsulfat und unterscheidet sich damit chemisch von gewöhnlichem Koch- oder Meersalz.

Du musst daraus allerdings kein kompliziertes Wellness-Elixier machen. Für ein einfaches DIY-Badesalz reicht bereits Salz mit einigen getrockneten Kräutern oder Blüten.

Natron für Badezusätze und Badebomben

Natron begegnet dir besonders häufig bei Rezepten für Badekugeln. Zusammen mit Zitronensäure sorgt es für den bekannten Sprudeleffekt.

Bei Badebomben ist allerdings wichtig, dass die Mischung während der Herstellung möglichst wenig Feuchtigkeit abbekommt. Sonst beginnt die Reaktion bereits in deiner Schüssel und nicht erst später in der Badewanne.

Pflanzenöle

Mandelöl, Jojobaöl oder andere für die kosmetische Anwendung geeignete Pflanzenöle können Bestandteil eines Badezusatzes sein.

Bei Öl in der Badewanne gibt es allerdings ein praktisches Problem: Öl mischt sich nicht einfach mit Wasser. Außerdem kann die Badewanne dadurch sehr rutschig werden.

Für richtig formulierte Badeöle werden deshalb geeignete Emulgatoren beziehungsweise Dispergierhilfen verwendet. Ein paar Tropfen Pflanzenöl in ein Rezept zu geben, macht daraus noch kein professionelles Badeöl.

Kräuter und Blüten

Jetzt kommen wir in den interessanten Teil des Kräuterschranks.

Lavendelblüten, Rosenblüten, Kamille, Ringelblume, Rosmarin, Minze und viele andere Kräuter kannst du für selbst gemachte Badezusätze verwenden.

Lose Kräuter in der Badewanne sehen auf Fotos zauberhaft aus. Spätestens wenn du anschließend eine halbe Kräuterwiese aus dem Abfluss fischen musst, verliert die Sache allerdings etwas von ihrem Charme.

Praktischer sind kleine Baumwoll- oder Mullbeutel. Du kannst sogar große wiederverwendbare Teebeutel verwenden. Die Kräuter können darin im warmen Wasser ziehen und anschließend komplett entfernt werden.

Hafer, Milch und Honig

Auch einige Lebensmittel tauchen traditionell in Baderezepten auf. Dazu gehören Haferflocken, Milch und Honig. Bereits Kleopatra verwendete Milch und Honig in ihren Schönheitsbädern. Dabei musst du nicht mehr zur Eselsmilch greifen, sondern kannst dich für Trockenmilch entscheiden, die sehr lange haltbar ist.

Bei trockenen Mischungen ist Milchpulver besonders praktisch. Es lässt sich gut mit anderen trockenen Zutaten vermengen und eignet sich deshalb auch für Badezusätze, die du verschenken möchtest.

Vorsicht mit ätherischen Ölen im Badewasser

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenprodukte. Deshalb solltest du sie nicht wie ein gewöhnliches Duftwasser behandeln.

Vor allem solltest du ätherische Öle nicht einfach großzügig direkt ins Badewasser tropfen. Öl und Wasser vermischen sich nicht. Unverdünntes ätherisches Öl kann deshalb an der Wasseroberfläche verbleiben und mit der Haut in Kontakt kommen.

Mehr hilft hier nicht mehr.

Verwende ätherische Öle deshalb nur niedrig dosiert und entsprechend den Anwendungshinweisen des jeweiligen Produktes. Bei Kindern, in der Schwangerschaft, bei Allergien, Asthma oder empfindlicher Haut ist besondere Vorsicht angebracht. Im Zweifel lässt du das ätherische Öl einfach weg.

Viele Badezusätze funktionieren wunderbar ohne ätherische Öle.

15 Badezusätze zum Selbermachen

Soviel zur Theorie. Jetzt geht es ans Mischender Zusätze fürs Entspannungsbad!

1. Einfaches Badesalz selber machen

Dieses Rezept ist die Grundlage für zahlreiche Varianten.

Du brauchst:

  • 200 g Meersalz
  • ein sauberes, trockenes Schraubglas

Fülle das Salz ins Glas – fertig.

Für ein Vollbad kannst du etwa zwei bis vier Esslöffel ins einlaufende Badewasser geben und vollständig auflösen.

Das Grundrezept lässt sich anschließend mit getrockneten Kräutern und Blüten variieren. Bei der Verwendung von Blüten und Kräutern solltest du aber darauf achten, dass du nicht allergisch auf verschiedene Pflanzen reagierst.

2. Lavendel-Badesalz selber machen

Lavendel gehört einfach in die Kräuterhexenküche.

Du brauchst:

  • 200 g Meersalz
  • 2 EL getrocknete Lavendelblüten

Vermische beide Zutaten gründlich und fülle das Lavendel-Badesalz in ein trockenes Glas.

Für das Bad kannst du die gewünschte Menge in einen Stoffbeutel geben und diesen ins Wasser legen. So bleibt der Lavendel anschließend nicht in deiner Badewanne zurück.

Wenn du den Duft intensivieren möchtest, verwende lieber etwas mehr getrockneten Lavendel, statt unbekümmert große Mengen ätherisches Öl hinzuzugeben.

3. Rosenbad mit Rosenblüten

Dieses Rezept ist wunderbar schlicht.

Du brauchst:

  • 3 EL getrocknete Rosenblüten
  • einen Stoffbeutel oder großen Teefilter

Fülle die Rosenblüten in den Beutel und verschließe ihn. Lege ihn ins einlaufende warme Badewasser und lasse die Blüten darin ziehen.

Achte darauf, ausschließlich unbehandelte Rosenblüten zu verwenden, die für diesen Zweck geeignet sind. Rosen aus dem Blumenladen gehören nicht in deine Badewanne!

4. Kräuterbad aus dem Garten

Wenn dein Kräutergarten im Sommer aus allen Nähten platzt, kannst du einige der Kräuter trocknen und später für ein Kräuterbad verwenden.

Eine einfache Mischung besteht aus:

  • 1 EL getrocknetem Lavendel
  • 1 EL getrockneten Rosenblüten
  • 1 TL getrocknetem Rosmarin

Gib die Mischung in einen Stoffbeutel und lasse diesen einige Minuten im warmen Badewasser ziehen.

Du kannst den Beutel zwischendurch vorsichtig ausdrücken.

Damit hast du ein unkompliziertes Kräuterbad ganz ohne künstlich erzeugten Blütenduft.

5. Kamillenbad

Noch einfacher geht es kaum.

Du brauchst:

  • etwa 2–3 EL getrocknete Kamillenblüten
  • einen Kräuterbeutel

Fülle die Kamille in den Beutel und lasse sie im Badewasser ziehen.

Alternativ kannst du zunächst einen kräftigen Aufguss herstellen, diesen abseihen und anschließend ins Badewasser geben.

Kamille kann allerdings Allergien auslösen, insbesondere bei Menschen mit einer Empfindlichkeit gegenüber Korbblütlern. Wenn du weißt, dass du entsprechend reagierst, solltest du dieses Rezept auslassen.

6. Haferbad ohne ätherische Öle

Ein Badezusatz braucht nicht unbedingt Duft.

Für ein einfaches Haferbad benötigst du:

  • etwa 50–100 g feine Haferflocken
  • einen sehr fein gewebten Stoffbeutel

Gib die Haferflocken in den Beutel und verschließe ihn sorgfältig. Lege ihn ins Badewasser und knete ihn gelegentlich vorsichtig durch.

Das Wasser kann dadurch leicht milchig werden.

Wichtig ist der Beutel: Haferflocken direkt in die Badewanne zu schütten, kann eine ziemliche Sauerei verursachen und ist für den Abfluss keine besonders gute Idee.

7. Milchbad selber machen

Kleopatra muss als Namensgeberin für Milchbäder regelmäßig herhalten. Ob ihre legendären Schönheitsbäder tatsächlich genauso aussahen, wie moderne Geschichten behaupten, lassen wir lieber im Reich der Legenden.

Ein Milchbad kannst du trotzdem ausprobieren.

Du brauchst:

  • etwa 150 g Vollmilchpulver
  • 60g Natron
  • 20 g Speisestärke
  • 20 g Zitronensäure
  • 25 g Kokosöl
  • für den Duft kannst du Backaroma verwenden

Raspel das Kokosöl, mische anschließen alles zusammen und fülle das Milchbadepulver in ein Glas. Die Mischung hält sich eine ganze Weile (bei mir leider nicht, gerade im Winter ist das Badepulver fix aufgebraucht.) Für ein Vollbad brauchst du etwa 2 Esslöffel.

8. Milch-Honig-Bad

Milchbäder sind mein persönlicher Favorit. Die Haut ist anschließend weich wie ein Babypopo. Mit Honig kombiniert ist der Zusatz ideal für dich, wenn du trockene Haut hast.

Du brauchst:

  • 100 g Milchpulver
  • 1 EL Honig

Löse das Milchpulver im Badewasser auf.

Den Honig kannst du zunächst mit etwas warmem Wasser verrühren und anschließend dazugeben. So verteilt er sich leichter.

Nach dem Bad solltest du die Wanne gründlich ausspülen.

9. Rosen-Milchbad

Dieses Rezept eignet sich hervorragend für ein hübsches Vorratsglas oder als selbst gemachtes Geschenk.

Du brauchst:

  • 200 g Vollmilchpulver
  • 2 EL getrocknete, unbehandelte Rosenblüten

Vermische beide Zutaten und bewahre die Mischung trocken und luftdicht auf.

Für ein Bad gibst du einige Esslöffel der Mischung in einen feinmaschigen Stoffbeutel und legst diesen ins Badewasser.

Wenn du das Rosen-Milchbad verschenken möchtest, schreibe die Zutaten und eine kurze Anwendungsempfehlung auf das Etikett.

10. Einfacher Öl-Badezusatz

Bei diesem Rezept bleiben wir bewusst sehr schlicht.

Du kannst eine kleine Menge eines für deine Haut geeigneten kosmetischen Pflanzenöls nach dem Baden auf die noch leicht feuchte Haut geben, statt größere Mengen Öl direkt ins Badewasser zu schütten.

Möchtest du dagegen ein echtes Badeöl herstellen, solltest du eine Rezeptur mit einem geeigneten Badeöl-Emulgator verwenden. Nur so kann sich das Öl besser im Wasser verteilen.

Das ist zwar weniger romantisch als „drei Tropfen Mandelöl und etwas Feenstaub“, dafür kosmetisch sinnvoller.

11. Lavendel-Kräuterbad ohne ätherisches Öl

Du möchtest Lavendelduft, aber auf ätherisches Öl verzichten?

Dann brauchst du:

  • 3 EL getrocknete Lavendelblüten
  • 1 EL getrocknete Rosenblüten

Gib alles in einen Kräuterbeutel und lasse diesen im heißen, aber nicht zu heißen Badewasser ziehen.

Ein solches Kräuterbad eignet sich auch wunderbar dazu, Lavendel aus dem eigenen Garten zu verwerten.

12. Badebomben und Badepralinen selber machen

Jetzt darf es sprudeln.

Du brauchst:

  • 100 g Natron
  • 50 g Zitronensäure
  • 25 g Speisestärke
  • eine kleine Menge eines geeigneten Pflanzenöls

Vermische zuerst Natron, Zitronensäure und Stärke gründlich.

Gib anschließend sehr vorsichtig wenig Öl hinzu, bis eine Konsistenz entsteht, die sich ähnlich wie feuchter Sand zusammendrücken lässt.

Drücke die Masse fest in Badebombenformen und lasse sie vollständig trocknen.

Achte darauf, während der Herstellung möglichst wenig Wasser einzubringen. Feuchtigkeit setzt die Reaktion zwischen Natron und Zitronensäure vorzeitig in Gang.

13. Rosen-Badebomben

Das Grundrezept für Badebomben kannst du mit sehr fein zerkleinerten getrockneten Rosenblüten ergänzen.

Du brauchst:

  • 100 g Natron
  • 50 g Zitronensäure
  • 25 g Speisestärke
  • 1 EL sehr fein zerkleinerte getrocknete Rosenblüten
  • wenig Pflanzenöl

Gehe genauso vor wie beim Grundrezept.

Übertreibe es mit den Blüten nicht. Was romantisch aussieht, muss schließlich später wieder aus der Wanne verschwinden.

14. Kräuter-Badesäckchen auf Vorrat

Das ist vermutlich der unkomplizierteste DIY-Badezusatz der ganzen Sammlung.

Stelle dir eine Mischung aus getrockneten Kräutern zusammen, zum Beispiel:

  • 2 Teile Lavendel
  • 1 Teil Rosenblüten
  • 1 Teil Ringelblumenblüten

Mische die Kräuter und bewahre sie in einem trockenen, gut verschlossenen Glas auf.

Für jedes Bad füllst du einige Esslöffel in ein kleines Stoffsäckchen. Nach dem Bad leerst du es aus, wäschst es und kannst es wiederverwenden.

15. Kräuterhexen-Bad für kalte Winterabende

Draußen ist es dunkel, der Wind pfeift ums Haus und du möchtest eigentlich nirgendwo mehr hin.

Zeit für die Badewanne.

Für die Kräuterhexen-Mischung brauchst du:

  • 2 EL getrockneten Lavendel
  • 1 EL Rosenblüten
  • 1 TL Rosmarin
  • 2 EL Meersalz

Gib alles in einen Stoffbeutel und hänge ihn ins einlaufende Badewasser.

Dieses Rezept ist bewusst kein „Erkältungsbad“. Es ist einfach ein angenehm duftendes Kräuterbad für einen gemütlichen Winterabend – nicht mehr und nicht weniger.

Welcher selbst gemachte Badezusatz eignet sich bei trockener Haut?

Wenn deine Haut ohnehin trocken ist, solltest du vor allem darauf achten, sie beim Baden nicht zusätzlich zu strapazieren.

Sehr heißes Wasser und ausgedehnte Bäder können die Haut stärker austrocknen. Lieber angenehm warm statt hexenkesselheiß.

Ein schlichtes Haferbad oder ein passend formuliertes Badeöl kann eine Alternative zu stark parfümierten Badeprodukten sein. Entscheidend ist aber immer, wie deine eigene Haut reagiert.

Nach dem Baden kannst du die Haut vorsichtig trocken tupfen und bei Bedarf eine passende Körperpflege verwenden.

Bei entzündeter, verletzter oder erkrankter Haut solltest du nicht wahllos mit selbst gemachten Badezusätzen experimentieren.

Wie lange sind selbst gemachte Badezusätze haltbar?

Das hängt entscheidend von den Zutaten ab.

Trockene Mischungen aus Salz und vollständig getrockneten Kräutern sind wesentlich unkomplizierter als Rezepturen, die Wasser oder frische Pflanzenbestandteile enthalten.

Deshalb gilt für deine Hexenküche eine wichtige Regel:

Trocken bleibt länger trocken – Wasser macht DIY-Kosmetik mikrobiologisch anspruchsvoller.

Verwende saubere und vollständig trockene Gefäße. Sobald eine Mischung ungewöhnlich riecht, ihre Konsistenz verändert oder Feuchtigkeit ins Glas gelangt ist, solltest du sie nicht mehr verwenden.

Bei selbst gemachten Produkten ohne geprüftes Konservierungssystem solltest du außerdem keine pauschale Haltbarkeit von mehreren Monaten versprechen.

Milchpulver und andere Lebensmittel müssen entsprechend ihrer jeweiligen Lagerungsbedingungen aufbewahrt werden.

Badezusatz selber machen und verschenken

Selbst gemachtes Badesalz, Rosen-Milchbad und Kräutermischungen sind ein schönes Geschenk.

Besonders gut funktionieren trockene Rezepturen.

Fülle sie beispielsweise in kleine Schraub- oder Bügelgläser. Auf ein Etikett gehören mindestens die enthaltenen Zutaten und eine Anwendungsempfehlung. Auch ein Hinweis wie „trocken lagern“ ist sinnvoll.

Dann noch ein Stück Stoff über den Deckel, eine Schnur darum und vielleicht ein kleiner getrockneter Lavendelzweig daran – fertig ist das Geschenk aus der Kräuterhexenküche.

Wenn du empfindliche Zutaten oder potenzielle Allergene verwendest, sollte der Beschenkte natürlich wissen, was in deiner Mischung steckt.

Was gehört besser nicht in selbstgemachte Badezusätze?

Die Badewanne ist kein Kochtopf. Nur weil eine Zutat natürlich ist oder in deiner Küche steht, bedeutet das nicht automatisch, dass sie in großen Mengen auf die Haut gehört. Bei der DIY Kosmetik sind die Inhaltsstoffe wichtig.

Besonders vorsichtig solltest du mit hochkonzentrierten ätherischen Ölen umgehen. Auch Duftöle, die gar nicht für kosmetische Anwendungen vorgesehen sind, haben im Badewasser nichts verloren.

Frische Kräuter und Blüten solltest du außerdem nicht einfach unter trockene Badesalzmischungen geben und diese anschließend wochenlang lagern. Sie bringen Feuchtigkeit mit und können die Haltbarkeit erheblich beeinflussen.

Und schließlich gibt es noch Zutaten, die zwar auf Social Media spektakulär aussehen, aber Badewanne, Fugen und Handtücher verfärben können.

Dein Badezusatz muss nicht bunt leuchten, glitzern und nach einem ganzen Blumenladen riechen. Manchmal sind drei sorgfältig ausgewählte Zutaten die bessere Wahl.

FAQ: Badezusatz selber machen

Was kann man als natürlichen Badezusatz verwenden?

Je nach Rezept eignen sich beispielsweise Meersalz, getrocknete Kräuter und Blüten, Haferflocken oder Milchpulver. Nicht jede natürliche Zutat ist jedoch automatisch für jede Haut geeignet.

Wie kann ich Badezusatz einfach selber machen?

Besonders einfach ist selbst gemachtes Badesalz. Du kannst Meersalz pur verwenden oder mit vollständig getrockneten Kräutern beziehungsweise Blüten kombinieren. Ebenfalls unkompliziert sind Kräuter-Badesäckchen.

Welches Salz eignet sich für selbst gemachtes Badesalz?

Für einfache DIY-Rezepte kannst du beispielsweise Meersalz verwenden. Je nach Rezept kommt auch Magnesiumsulfat beziehungsweise Epsomsalz infrage. Beide Salze sind chemisch jedoch nicht dasselbe.

Kann man Natron ins Badewasser geben?

Natron wird in verschiedenen DIY-Badezusätzen verwendet und ist insbesondere eine typische Zutat für Badebomben. Zusammen mit Zitronensäure sorgt es dort für den Sprudeleffekt.

Welche Kräuter eignen sich für ein Kräuterbad?

Beliebt sind unter anderem Lavendel, Rosenblüten, Kamille, Ringelblume und Rosmarin. Verwende nur Pflanzen, die du sicher bestimmen kannst und die für die entsprechende Verwendung geeignet sind. Bei bekannten Allergien solltest du entsprechende Pflanzen meiden.

Kann ich ätherische Öle direkt ins Badewasser geben?

Das ist keine gute Idee. Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich und können dadurch konzentriert mit der Haut in Kontakt kommen. Wenn du ätherische Öle für Badeprodukte verwenden möchtest, solltest du dich an eine fachlich geeignete Rezeptur und die Dosierungs- und Sicherheitshinweise des jeweiligen Öls halten.

Welcher selbst gemachte Badezusatz kommt ohne ätherische Öle aus?

Fast alle. Getrocknete Lavendel- oder Rosenblüten, Kräuter-Badesäckchen, ein einfaches Haferbad oder ein Milchbad benötigen kein ätherisches Öl.

Wie bewahre ich selbst gemachtes Badesalz auf?

Badesalz sollte sauber, trocken und möglichst luftdicht gelagert werden. Verwende für länger aufzubewahrende Mischungen ausschließlich vollständig getrocknete Pflanzenbestandteile. Gelangt Wasser oder Feuchtigkeit in das Gefäß, solltest du besonders vorsichtig sein.

Ein bisschen Kräuterhexenküche für die Badewanne

Selbst gemachter Badezusatz muss weder kompliziert sein noch aus einer ellenlangen Zutatenliste bestehen. Salz und Lavendel, ein Säckchen voller Kräuter oder ein schlichtes Haferbad reichen bereits aus.

Gerade darin liegt der Reiz der DIY-Kosmetik: Du kannst Rezepte auf das reduzieren, was du wirklich verwenden möchtest.

Und vielleicht steht nach dem nächsten Sommer neben Rosmarin, Ringelblume und Salbei noch ein zusätzliches Glas im Kräuterschrank – beschriftet mit:

„Für die Badewanne. Nur für besonders graue Tage.“

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