PFAS in Kosmetik sind ein Thema, das immer stärker in den Fokus rückt. Die sogenannten Ewigkeitschemikalien können unter anderem in Make-up, wasserfester Mascara, Lippenprodukten und bestimmten Hautpflegeprodukten vorkommen. Sie werden eingesetzt, weil sie beispielsweise wasser- und fettabweisende Eigenschaften besitzen und Kosmetik länger haltbar oder widerstandsfähiger machen können.
Das Problem: PFAS sind extrem langlebig. Gelangen sie in die Umwelt, werden viele dieser Stoffe kaum oder gar nicht natürlich abgebaut. Einige PFAS können sich außerdem in Menschen und Tieren anreichern.
Doch woran erkennst du PFAS in Kosmetik? Welche Bezeichnungen können auf der INCI-Liste stehen? Sind PFAS in Kosmetik gesundheitsschädlich? Und kannst du beim Einkauf gezielt PFAS-freie Kosmetik auswählen?
Hier findest du die wichtigsten Antworten und praktische Tipps für deinen nächsten Blick auf die Inhaltsstoffliste.
Was sind PFAS in Kosmetik?
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Es handelt sich um eine große Gruppe künstlich hergestellter fluorierter Chemikalien, von denen einige auch in Kosmetik eingesetzt werden können.
PFAS ist also nicht die Bezeichnung für einen einzelnen Inhaltsstoff. Zur Stoffgruppe gehören mehr als 10.000 verschiedene Verbindungen.
Gemeinsam ist ihnen ihre besondere chemische Stabilität. Die enthaltenen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen gehören zu den stärksten Bindungen der organischen Chemie. Genau daraus ergeben sich viele Eigenschaften, die PFAS für industrielle Anwendungen interessant machen.
PFAS können beispielsweise wasser-, fett- und schmutzabweisend sein und eine hohe chemische sowie thermische Stabilität besitzen.
Das klingt zunächst praktisch. Für die Umwelt wird diese Beständigkeit jedoch zum Problem.
Warum heißen PFAS Ewigkeitschemikalien?
PFAS werden häufig Ewigkeitschemikalien oder englisch Forever Chemicals genannt, weil viele dieser Stoffe in der Umwelt extrem langlebig sind.
Natürliche Prozesse können die besonders stabilen fluorierten Verbindungen nur schwer abbauen. Einmal freigesetzt, können PFAS deshalb über sehr lange Zeiträume in Böden und Gewässern verbleiben und sich weiträumig verteilen.
Das unterscheidet sie beispielsweise von vielen natürlichen Kosmetikinhaltsstoffen, die durch biologische oder chemische Prozesse wesentlich leichter abgebaut werden können.
Warum werden PFAS in Kosmetik verwendet?
PFAS können Kosmetik bestimmte Eigenschaften verleihen, die besonders bei langanhaltenden und wasserfesten Produkten gefragt sind.
Sie können unter anderem dazu beitragen, dass sich ein Produkt gleichmäßig verteilen lässt, Feuchtigkeit oder Fett abweist oder länger auf Haut, Lippen beziehungsweise Wimpern hält.
Besonders interessant sind solche Eigenschaften für Produkte, die mit Begriffen wie wasserfest, wasserabweisend, long lasting oder 24 Stunden Halt beworben werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes wasserfeste oder langanhaltende Kosmetikprodukt PFAS enthält. Solche Produkte können auch mit anderen Inhaltsstoffen formuliert werden.
In welcher Kosmetik können PFAS enthalten sein?
PFAS können grundsätzlich in unterschiedlichen kosmetischen Produkten vorkommen. Besonders interessant sind sie für dekorative Kosmetik, wenn lange Haltbarkeit oder wasserabweisende Eigenschaften gewünscht sind.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Foundation und Make-up
- Concealer
- Primer
- Puder
- Lippenstift und Lipgloss
- wasserfeste Mascara
- Eyeliner
- Lidschatten
- bestimmte Hautpflegeprodukte
Ob ein konkretes Produkt PFAS enthält, lässt sich allerdings nicht allein an seiner Produktkategorie erkennen. Entscheidend ist die Rezeptur beziehungsweise die INCI-Liste.
Wie kannst du PFAS in Kosmetik erkennen?
PFAS lassen sich für Verbraucher nicht immer eindeutig erkennen. Ein erster Hinweis können jedoch fluorierte Bezeichnungen auf der INCI-Liste sein.
Wenn du deine Kosmetik überprüfen möchtest, solltest du deshalb nicht nur die Werbeaussagen auf der Vorderseite der Verpackung betrachten.
Dreh das Produkt um und suche nach der Liste der Inhaltsstoffe.
PFAS auf der INCI-Liste erkennen
Besonders aufmerksam solltest du bei Bezeichnungen werden, die beispielsweise Bestandteile wie
„fluoro“, „perfluoro“ oder „polyfluoro“
enthalten.
Auch PTFE ist eine fluorierte Verbindung, die dir möglicherweise begegnen kann.
Die folgende Übersicht zeigt einige Bezeichnungen, nach denen du Ausschau halten kannst:
| Mögliche INCI-Bezeichnung | Worauf du achten kannst |
|---|---|
| PTFE | fluoriertes Polymer |
| Perfluorodecalin | perfluorierte Verbindung |
| Perfluorononyl Dimethicone | fluorierte Silikonverbindung |
| Perfluorooctyl Triethoxysilane | fluorierte Verbindung |
| Polyperfluoromethylisopropyl Ether | fluoriertes Polymer |
Wichtig: Diese Tabelle ist keine vollständige PFAS-Liste. Aufgrund der Größe der Stoffgruppe lässt sich PFAS-freie Kosmetik nicht zuverlässig allein anhand einiger weniger Begriffe bestimmen.
Trotzdem kann die INCI-Liste dir helfen, auffällige fluorierte Inhaltsstoffe zu erkennen und anschließend genauer zu recherchieren.
Ist PTFE in Kosmetik ein PFAS?
PTFE – Polytetrafluorethylen – gehört nach breiten PFAS-Definitionen zu den fluorierten Polymeren und damit zur PFAS-Stoffgruppe.
Vielleicht kennst du PTFE eher aus anderen Bereichen. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wurde der Stoff jedoch auch für kosmetische Anwendungen eingesetzt.
Wenn du PFAS konsequent vermeiden möchtest, ist PTFE deshalb eine Bezeichnung, auf die du bei der Kontrolle deiner Kosmetik achten kannst.
Sind PFAS in Kosmetik gesundheitsschädlich?
Diese Frage lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten.
PFAS umfassen Tausende verschiedene Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Deshalb wäre es wissenschaftlich nicht korrekt, alle PFAS hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Wirkung gleichzusetzen.
Für einige gut untersuchte PFAS bestehen jedoch erhebliche gesundheitliche Bedenken.
Bestimmte Vertreter der Stoffgruppe wurden unter anderem mit Auswirkungen auf das Immunsystem, den Fettstoffwechsel, die Leber sowie Entwicklungs- und Fortpflanzungsprozesse in Verbindung gebracht.
Einige besonders problematische PFAS sind deshalb bereits verboten oder stark eingeschränkt.
Entscheidend ist außerdem die gesamte PFAS-Belastung eines Menschen. Kosmetik stellt nur eine mögliche Expositionsquelle dar. PFAS können beispielsweise auch über Lebensmittel, Trinkwasser und andere Verbraucherprodukte aufgenommen werden.
Können PFAS über die Haut aufgenommen werden?
Die Aufnahme von PFAS über die Haut hängt stark von der jeweiligen Verbindung ab. Die Stoffgruppe ist chemisch zu unterschiedlich, um für alle PFAS dieselbe Aussage treffen zu können.
Hinzu kommt, dass Kosmetik auf unterschiedliche Weise mit dem Körper in Kontakt kommt.
Eine Gesichtscreme verbleibt beispielsweise mehrere Stunden auf der Haut. Lippenstift kann dagegen unbeabsichtigt über den Mund aufgenommen werden. Bei bestimmten Sprays kann zusätzlich das Einatmen relevant sein.
Deshalb sollte bei der Bewertung nicht ausschließlich die Hautaufnahme betrachtet werden.
Für dich als Verbraucherin oder Verbraucher bedeutet das vor allem: Es besteht kein Grund zur Panik, wenn du feststellst, dass ein verwendetes Produkt einen fluorierten Inhaltsstoff enthält. Wenn du deine PFAS-Exposition reduzieren möchtest, kannst du beim Neukauf jedoch gezielt nach Alternativen suchen.
Warum sind PFAS ein Umweltproblem?
Das größte gemeinsame Problem vieler PFAS ist ihre enorme Beständigkeit. Einmal in die Umwelt gelangt, können sie dort sehr lange verbleiben und sich über Wasser, Böden und teilweise die Atmosphäre weiterverbreiten.
Kosmetik wird dabei zwangsläufig Teil dieses Kreislaufs.
Duschgel, Shampoo oder andere abwaschbare Produkte gelangen beispielsweise ins Abwasser. Kosmetikreste werden abgewaschen, Verpackungen entsorgt und Produkte irgendwann weggeworfen.
Auch wenn die PFAS-Menge eines einzelnen Kosmetikprodukts gering erscheinen mag, muss die Belastung über sämtliche Anwendungen und Produkte hinweg betrachtet werden.
PFAS können sich weltweit verbreiten
Besonders problematisch ist, dass verschiedene PFAS unterschiedliche Wege durch die Umwelt nehmen.
Langkettige PFAS können sich stärker in Organismen anreichern. Kurzkettige Verbindungen sind häufig sehr mobil und können sich über Wasser weit verbreiten.
PFAS wurden inzwischen unter anderem in Böden, Oberflächengewässern, Grundwasser, Pflanzen, Fischen und menschlichem Blut nachgewiesen.
Die Entfernung aus belastetem Wasser oder Boden ist technisch aufwendig und teuer.
Genau deshalb ist die Vermeidung weiterer Einträge so wichtig.
Sind PFAS in Kosmetik in Deutschland verboten?
Ein pauschales Verbot aller PFAS in Kosmetik gibt es in der EU derzeit nicht. Einzelne besonders problematische PFAS sind allerdings bereits verboten oder stark beschränkt.
Dazu gehören bekannte Vertreter wie PFOA, PFOS und PFHxS beziehungsweise bestimmte verwandte Verbindungen.
Gleichzeitig läuft auf europäischer Ebene ein wesentlich umfassenderes Verfahren.
Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Schweden haben einen Vorschlag für eine weitreichende Beschränkung von PFAS unter der europäischen Chemikalienverordnung REACH ausgearbeitet.
Ziel ist es, PFAS-Emissionen langfristig drastisch zu reduzieren und Anwendungen einzuschränken, für die geeignete Alternativen vorhanden sind.
Wie ist der Stand des PFAS-Verbots 2026?
Das Verfahren zur umfassenden europäischen PFAS-Beschränkung ist 2026 noch nicht abgeschlossen.
Die wissenschaftlichen Ausschüsse der Europäischen Chemikalienagentur ECHA haben ihre Bewertungen im Laufe des Verfahrens weiter vorangetrieben. Im März 2026 unterstützten die zuständigen ECHA-Ausschüsse grundsätzlich eine EU-weite Beschränkung von PFAS, allerdings mit gezielten Ausnahmen für bestimmte Anwendungen.
Bis eine endgültige politische und rechtliche Entscheidung getroffen und entsprechende Übergangsfristen festgelegt werden, können weitere Schritte erforderlich sein.
Für Verbraucher bedeutet das: Ein allgemeines EU-weites PFAS-Verbot für sämtliche Kosmetikprodukte gilt derzeit noch nicht.
Wie kannst du PFAS in Kosmetik vermeiden?
Wenn du PFAS möglichst vermeiden möchtest, musst du nicht dein gesamtes Badezimmer ausräumen. Sinnvoller ist es, deine Kaufgewohnheiten Schritt für Schritt anzupassen.
Schau beim nächsten Einkauf zuerst auf die INCI-Liste. Fluorierte Bezeichnungen können ein Hinweis sein, dass du das Produkt genauer prüfen solltest.
Auch Herstellerinformationen können hilfreich sein. Einige Unternehmen erklären inzwischen ausdrücklich, dass sie auf PFAS verzichten.
Besonders bei extrem wasserfesten oder sehr langanhaltenden Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe.
Ist Naturkosmetik automatisch PFAS-frei?
Zertifizierte Naturkosmetik arbeitet nach festgelegten Standards, die zahlreiche synthetische Stoffe ausschließen. Welche Anforderungen gelten, hängt jedoch vom jeweiligen Zertifizierungssystem ab.
Deshalb solltest du nicht einfach davon ausgehen, dass Begriffe wie „natürlich“, „clean“ oder „grün“ automatisch eine bestimmte Zusammensetzung garantieren.
Vor allem „Clean Beauty“ ist kein einheitlich geschützter Kosmetikstandard.
Aussagekräftiger ist ein anerkanntes Naturkosmetiksiegel zusammen mit einem Blick auf die Inhaltsstoffe.
Welche Alternativen zu PFAS gibt es in Kosmetik?
Für viele kosmetische Anwendungen stehen längst andere Inhaltsstoffe zur Verfügung. Welche Alternative geeignet ist, hängt davon ab, welche Funktion ein PFAS im jeweiligen Produkt erfüllt.
Bei natürlichen und naturnahen Rezepturen können beispielsweise pflanzliche Wachse und Öle eine Rolle spielen.
Carnaubawachs und Candelillawachs können etwa die Konsistenz von Lippen- oder Wimpernprodukten beeinflussen. Pflanzliche Öle und Wachse sorgen für Geschmeidigkeit und können die Verteilung eines Produktes verbessern.
Eine natürliche Alternative ersetzt allerdings nicht automatisch jede technische Eigenschaft eines PFAS eins zu eins.
Gerade extrem wasserfeste oder außergewöhnlich langanhaltende Produkte stellen besondere Anforderungen an die Rezeptur.
Musst du vorhandene Kosmetik mit PFAS wegwerfen?
Nein. Wenn du bei einem vorhandenen Produkt einen PFAS-Inhaltsstoff entdeckst, musst du es nicht automatisch entsorgen.
Ein vorschnelles Wegwerfen bereits produzierter Kosmetik verursacht ebenfalls Abfall.
Du kannst stattdessen entscheiden, das Produkt aufzubrauchen und beim nächsten Kauf nach einer PFAS-freien Alternative zu suchen.
Anders sieht es natürlich aus, wenn ein Produkt zurückgerufen wird oder Behörden ausdrücklich vor seiner Verwendung warnen. Dann solltest du den entsprechenden Sicherheitshinweisen folgen.
PFAS, Mikroplastik und Silikone – ist das dasselbe?
Nein. Diese Begriffe werden in Diskussionen über Kosmetikinhaltsstoffe manchmal miteinander vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Stoffgruppen beziehungsweise Kategorien.
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen.
Silikone sind synthetische Polymere auf Siliziumbasis und damit nicht automatisch PFAS.
Mikroplastik bezeichnet kleine feste Kunststoffpartikel beziehungsweise – je nach verwendeter Definition – bestimmte synthetische Polymermaterialien.
Ein Kosmetikprodukt kann also beispielsweise silikonhaltig und trotzdem PFAS-frei sein. Umgekehrt sagt die Bezeichnung „ohne Mikroplastik“ allein nichts darüber aus, ob ein Produkt PFAS enthält.
PFAS-freie Kosmetik: Warum bewusstes Einkaufen sinnvoll ist
PFAS zeigen besonders deutlich, warum die Bewertung von Kosmetikinhaltsstoffen nicht nur bei der unmittelbaren Wirkung auf die Haut enden sollte.
Die Stoffe können Eigenschaften ermöglichen, die wir von moderner Kosmetik erwarten: wasserfeste Mascara, langanhaltendes Make-up oder besonders widerstandsfähige Texturen.
Der Preis dafür kann jedoch eine außergewöhnliche Beständigkeit in der Umwelt sein.
Du musst deshalb nicht von heute auf morgen deine komplette Kosmetik austauschen. Bewusster Konsum beginnt viel einfacher: Schau auf die INCI-Liste, hinterfrage Werbeversprechen und informiere dich über Inhaltsstoffe, die du nicht kennst.
Gerade bei PFAS gilt: Was gar nicht erst in die Umwelt gelangt, muss später auch nicht mit enormem Aufwand wieder daraus entfernt werden.
Wenn du natürliche Kosmetik bevorzugst oder deine Pflege selbst herstellst, kannst du außerdem häufig mit deutlich einfacheren Rezepturen arbeiten. Pflanzliche Öle, Wachse und andere ausgewählte Rohstoffe reichen für viele Pflegeprodukte vollkommen aus.
PFAS-freie Kosmetik ist deshalb nicht nur eine Frage der persönlichen Hautpflege. Sie kann auch ein kleiner Schritt hin zu einer Kosmetikroutine sein, die Umweltwirkungen stärker berücksichtigt.
Häufige Fragen zu PFAS in Kosmetik
Was bedeutet PFAS?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Es handelt sich um eine große Gruppe künstlich hergestellter fluorierter Chemikalien.
Warum werden PFAS Ewigkeitschemikalien genannt?
Viele PFAS werden unter natürlichen Umweltbedingungen extrem langsam oder praktisch gar nicht abgebaut. Deshalb können sie sehr lange in Wasser, Böden und Organismen verbleiben.
Sind PFAS in Kosmetik erlaubt?
Einzelne PFAS sind in der EU bereits verboten oder eingeschränkt. Ein pauschales Verbot sämtlicher PFAS in allen Kosmetikprodukten besteht derzeit jedoch nicht.
Wie erkenne ich PFAS in Kosmetik?
Ein erster Hinweis können INCI-Bezeichnungen mit Bestandteilen wie „fluoro“, „perfluoro“ oder „polyfluoro“ sowie Bezeichnungen wie PTFE sein. Wegen der großen Zahl unterschiedlicher PFAS gibt es jedoch keine einfache Wortregel, mit der Verbraucher sämtliche PFAS sicher erkennen können.
Ist wasserfeste Mascara immer mit PFAS?
Nein. Wasserfest bedeutet nicht automatisch PFAS-haltig. Auch andere Inhaltsstoffe können für wasserabweisende Eigenschaften sorgen. Sicherheit bringt nur eine genauere Prüfung der Rezeptur beziehungsweise der Herstellerangaben.
Ist PFAS das Gleiche wie Mikroplastik?
Nein. PFAS und Mikroplastik sind unterschiedliche Stoffgruppen beziehungsweise Kategorien. Auch Silikone sind nicht automatisch PFAS.
Sollte ich Kosmetik mit PFAS sofort entsorgen?
Nicht grundsätzlich. Wenn kein Rückruf oder eine behördliche Warnung besteht, kannst du ein vorhandenes Produkt gegebenenfalls aufbrauchen und beim nächsten Kauf gezielt nach einer Alternative ohne PFAS suchen.
Wird PFAS in der EU verboten?
Die EU arbeitet an einer weitreichenden Beschränkung der PFAS-Stoffgruppe. Das Verfahren ist 2026 jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Einzelne besonders problematische PFAS unterliegen bereits Verboten oder Beschränkungen.